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Der Allweg Schwinget hat Tradition. Am Sonntag 05. September ev. Sonntag 12. September 2010 kommt es bereits zum 75. Kräftemessen der Spitzenschwinger beim Überfalldenkmal. Schwinger vom Berner-, Nordwest- und Innerschweizer-Verband wurden als Gäste zur Jubiläumsaustragung eingeladen. Das Denkmal unmittelbar beim Schwingplatz auf der Allwegkuppe erinnert an den heldenhaften Kampf des Volkes von Nidwalden gegen eine französische Übermacht anno 1798. Die 1934 gegründete Schwingersektion Nidwalden hatte sich kurz nach der Gründung zur Aufgabe gemacht, jährlich zu Ehren der Helden von 1798 auf diesem geschichtsträchtigen Platz ein Schwingfest zu organisieren. Gemäss alten Überlieferungen sollen sich die starken Männer von Nidwalden schon vor der offiziellen Gründung der Schwingersektion auf dem Allweg zum schwingerischen Kräftemessen getroffen haben. Einer alten Sage zufolge soll schon Arnold von Winkelried auf dem Allweg geschwungen haben. Schwingen war damals allerdings nicht die einzige und alleinbeherrschende Disziplin. Neben dem schwingerischen Zweikampf wurden ebenfalls Wettkämpfe im Häggeln, Steinstossen, Fahnenschwingen, Jodeln und Bicheln ausgetragen.
Wettkampf an historischer StätteBei der Gründung der Schwingersektion Nidwalden am 7. Dezember 1934 erinnerten sich die Nidwaldner Schwingerfreunde wieder an das Allweg-Schwinget. Neben der Hebung und Verbreitung des Schwingens in Nidwalden bestand die klare Zielsetzung, den Allweg-Schwinget wieder alljährlich zu organisieren. Anfänglich fand der Wettkampf noch neben dem Gasthaus Allweg statt. 1939 verlegte man den Schwingplatz jedoch auf den so genannten Sandhubel gleich neben das Allweg-Denkmal, welches im Jahre 1900 zu Ehren der Helden von 1798 errichtet worden war. Im Laufe der Zeit hat der Festplatz mit unzähligen Fronstunden die heutige Form erhalten. Das Werk darf sich sehen lassen. Der Festplatz kann problemlos die immer wieder neuen Bestimmungen zur Sicherheit der Schwinger erfüllen.
Wiedersehen mit ehemaligen SiegernWelche Bedeutung die Aktiv-Schwinger dem Allweg-Schwinget beimessen, zeigt die Siegerchronik. Von Meinrad von Moos, dem ersten Allweg-Sieger im Jahre 1935, bis Martin Grab, dem Sieger von 2009, haben alle grossen Schwinger ihrer Zeit auf dem Allweg um den begehrten Sieg gekämpft. Nebst vielen bekannten Schwingern aus allen Landesteilen stehen die Namen von mehreren Schwingerkönigen zuoberst auf der Rangliste. Peter Vogt aus Muttenz, Walter Flach aus Pfungen, Max Widmer aus Oftringen, Karl Meli aus Winterthur, Arnold Ehrensberger aus Winterthur, Ernst Schläpfer aus Herisau sowie Heinrich Knüsel aus Abtwil und Nöldi Forrer aus Sein haben den Allweg als Sieger verlassen. Rekordhalter mit 9 Festsiegen ist Karl Meli, der nach seinem Rücktritt vom aktiven Schwingsport regelmässig Gast auf dem Allweg ist. So hat der Rekordsieger wie alle noch lebenden Allweg-Sieger vom Organisationskomitee für den Jubiläumsanlass eine Einladung erhalten. „Die Reaktionen auf diese Einladung waren überwältigend“, so OK-Präsident Werner Durrer, der sich auf das Wiedersehen mit den ehemaligen Allweg-Siegern freut.
Beat Christen, Medienchef |
Allweg-Schwinget– der Tradition verpflichtet