GESCHICHTE


Fazination Allweg-Schwinget

Die Frühaufsteherinnen und –aufsteher unter den Festbesuchern kennen das Bild, wenn am frühen Sonntagmorgen die ersten Sonnenstrahlen hinter dem Buochserhorn hervor den Schwingplatz beim Allweg-Denkmal streifen. Es ist eine beinahe mystische Stimmung und es scheint, dass die zuvor vorhandene Hektik bei den letzten Vorbereitungen auf dem Festplatz für einen Moment innehält. Solche Momente sind es, die nebst den sportlichen Glanzlichtern, die dann während des Tages folgen, die Faszination Allweg-Schwinget ausmachen. Und die gute Kameradschaft. Kein Wunder, liessen sich schon Generationen vor uns vom Virus Allweg-Schwinget anstecken.

 

Tradition verpflichtet

Ein Blick in die Geschichtsbücher dieses traditionellen Schwingfest sagt eigentlich alles. Damals, als 1934 die Schwingersektion Nidwalden gegründet wurde, haben die Gründerväter auch entschieden, jährlich zu Ehren der Helden von 1798 auf dem Allweg ein Schwingfest zu organisieren. Die Siegerliste seit 1935 zeigt denn auch, dass der Allweg-Schwinget mit nur ganz wenigen Ausnahmen jedes Jahr organisiert worden ist. Im Laufe der Zeit erhielt der Festplatz dank unzähligen Fronstunden seine heutige Form. Ein Werk, das sich sehen lassen darf. Der Schwingsport hat sich in all den Jahren weiter entwickelt und die Festplätze wurden reglementiert. Der Allweg-Festplatz kann problemlos die immer wieder neuen Bestimmungen zur Sicherheit der Schwinger erfüllen.

 

Andreas Ulrich: „Stolz, dass mein Name auf dieser Siegerliste steht"

Welche Bedeutung die Aktiv-Schwinger dem Allweg-Schwinget beimessen, zeigt die Siegerchronik. Von Meinrad von Moos, dem ersten Allweg-Sieger im Jahre 1935, bis Adi Laimbacher im letzten Jahr haben alle grossen Schwinger ihrer Zeit auf dem Allweg um den begehrten Sieg gekämpft. Darunter gleich mehrere Schwingerkönige wie Peter Vogt aus Muttenz, Walter Flach aus Pfungen, Max Widmer aus Oftringen, Karl Meli aus Winterthur, Arnold Ehrensberger aus Winterthur, Ernst Schläpfer aus Herisau sowie Heiri Knüsel aus Abtwil und Nöldi Forrer aus Stein. Viele der ehemaligen Sieger kehren auch heute noch Jahr für Jahr auf den Allweg zurück. Einer, der ebenfalls wieder auf den Allweg zurückkehren wird, ist Andreas Ulrich. Der Gersauer siegte vor drei Jahren und machte beim Siegerinterview das wohl grösste Kompliment, das man gegenüber diesem Fest machen kann: „Wenn ich die Siegerliste vom Allweg-Schwinget betrachte, bin ich stolz darauf, dass mein Name nun auch auf dieser Siegerliste steht." Und so freuen wir uns auf spannende Zweikämpfe bei der 81. Austragung des Allweg-Schwinget am 11. September 2016.

 

Beat Christen, Medienchef